Hundeleine – Das Accessoire der Hunde
Bedingt durch den Leinenzwang, der großflächig in Deutschland für Hundehalter besteht, ist die Hundeleine ein unvermeidliches Zubehör für die Hundehaltung geworden. Praktisch jeder Hund, mit Ausnahme von Tieren, die auf großen eigenen Grundstücken oder aber in landwirtschaftlichen Betrieben leben, benötigen generell alle Hunde eine Hundeleine. Dabei muss diese Hundeleine einige wichtige Anforderungen erfüllen.
Zunächst muss die Hundeleine zur Größe und dem Gewicht des Hundes passen. Eine zu schwere Leine für einen kleinen Hund behindert diesen in der Bewegungsfreiheit, eine zu dünne Leine für das große Tier kann bei starker Beanspruchung reißen. Hundezüchter weisen darüber immer wieder darauf hin, dass der Hund an die Nutzung der Hundeleine Stück für Stück herangeführt werden muss, dass die Leine dann aber auch als Erziehungswerkzeug eingesetzt werden kann und sollte.
Die Leine, so sagen erfahrene Hundezüchter, ist für den Hund die unmittelbare Verbindung zum Halter. Dabei betonen Hundezüchter auch immer wieder, dass der Hund – so jung er bei der ersten Kontaktaufnahme mit der Leine auch ist – mit dem Hundehalter mittels Verbindung durch die Leine eine stärkere Einheit bildet. Zwei sich begegnende Hunde, die an der Leine geführt werden, zeigen häufig somit auch ein völlig anderes Verhalten gegenüber dem Artgenossen, als wenn diese beiden Hunde sich ohne die Leinenverbindung zum Halter begegnen würden. Die Leine hat damit, das betonen Hundezüchter immer wieder, weit mehr als nur den Charakter, den Hund vorschriftsmäßig gesichert auszuführen.
Hundezüchter gewöhnen die Welpen somit häufig schon oft vor der Übergabe an den späteren Besitzer an die Leine. Vorteilhaft bei der Nutzung der Leine ist weiterhin, dass diese als Erziehungsinstrument dienen kann. Somit sollte der Hund schnellstmöglich davon auf erzieherischem Wege abgebracht werden, an der Leine zu ziehen. Das häufig so entspannt wirkende Gassigehen von erfahrenen Hundehaltern mit ihren Vierbeinern an der Leine ist somit das Ergebnis geduldiger und für den Hund nachvollziehbarer Erziehung. Über die Leine hält der Hundehalter unsichtbaren Kontakt zu seinem Hund und hierin ist gleichzeitig auch eine perfekte Möglichkeit der sanften aber wirksamen Führung des Hundes gegeben. Die Leine hat somit einen sehr hohen Stellenwert in der Hundeerziehung.
Eine gute Leine sollte dabei viele wichtige Anforderungen erfüllen und somit ist es für den einzelnen Hund mit einer Leine oft nicht getan. Die meisten Hundehalter haben für unterschiedliche Situationen und Aktivitäten mit dem Hund verschiedene Leinen zur Verfügung. Die Führleine ist eine Variante. Dazu kommen für viel Hundehalter die Leinen mit ausziehbarer Länge, die dem Hund gerade in dichtbesiedeltem städtischem Umfeld ausreichend Bewegungsfreiheit ermöglicht, ohne dabei den Leinenzwang zu umgehen. Eine weitere sinnvolle Leinenvariante für die Hundeerziehung ist die Schleppleine. Diese ist am Hundehalsband beziehungsweise dem Geschirr befestigt, verfügt aber nicht über einen Griff oder eine spezielle Halteschlaufe für den Hundehalter. Die Schleppleine kann von 10 Metern Länge aufweisen und sie dient der Führung und Erziehung des Hundes auf Distanz zum Halter. Die Schleppleine erweist sich für viele Hundehalter auch im Verlauf der längerfristigen Hundehaltung als wichtiges Zubehör für das Training sowie die Haltung des Hundes. Viele verschiedene, den Ansprüchen an die aktuelle Situation angepasste Leinen zu besitzen, ist wichtig für Hund und Halter.